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Geschichte der Freimaurerei in Köln:
Als erster gesicherter Nachweis eines Ursprungs für
spätere Logengründungen in Köln ist eine
Bauhütte anzusehen, die 1638 unter dem Namen „Loge
de St. Jean“ in Köln gestiftet wurde und in
einem Haus in der Straßburger Gasse 1073 am Heumarkt
arbeitete. Sie erhielt von der Großloge „Casimir
zu den neun Sternen zu Prag“ mit Diplom vom 30.
November 1704 unter dem Namen „Loge du Secret des
III. Rois“ eine Konstitution für Johannis-
und höhere Grade. Die feierliche Installation erfolgte
am 06. Januar 1705...
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Das Wandgemälde im Kölner
Logenhaus:
1967 betrat ich zum ersten Mal ein Logenhaus. Ich war
Gast der Johannisloge „Freimut und Wahrheit“
zu Coeln. Anlässlich einer Öffentlichkeitsveranstaltung
im Bankettsaal sah ich das Symbolgemälde. Ich erinnere
mich, ich war verwirrt. Das also ist die Darstellung der
Freimaurerlehre? Das alles, was auf dem Gemälde gezeigt
wird, muss ich lernen und eines Tages beherrschen? Wieder
eine Art Schule?...
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Freimaurerei:
Gestern - Heute - Morgen
Im ersten seiner insgesamt
fünf Gespräche stellt der Freimaurer Falk
auf die Frage seines Freundes Ernst, ob die Freimaurerei
nicht etwas durchaus Entbehrliches sei, überzeugt
fest:
„Die
Freimaurerei war immer!“
Der Schriftsteller,
Kritiker und Philosoph Gotthold Ephraim Lessing, aus
dessen „Gesprächen für Freimaurer“
der obige Satz stammt, hat in seinen Schriften immer
wieder versucht, das „Weltbild“ seiner Zeitgenossen
richtigzustellen. Er gilt als herausragender Vertreter
der Ideale der Aufklärung in ihrem Eintreten für
Vernunft, Toleranz, Freiheit, Menschlichkeit, der Überwindung
von Vorurteilen und Bevormundung.
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In seinen 100 Thesen zur „Erziehung
des Menschengeschlechtes“ hat er die Grenzen
zwischen der irdischen Gegenständlichkeit auf
der einen und der Transzendenz auf der anderen Seite
in das Bewusstsein der Menschen im 18. Jahrhundert
zu rücken versucht.
Und sein dramatisches Gedicht „Nathan der
Weise“ öffnet den Blick für die
Irrwege eines zerstörerischen konfessionsreligiösen
Dogmatismus. Viele heute von uns verehrte Geistesgrößen
haben in der Zeit der Aufklärung ihren Weg
zur Freimaurerei gefunden.
Wer den Bankettsaal des Logenhauses in Köln
betritt, kann am umlaufenden Deckenfries die Versammlung
im Olymp der Denker und Dichter lesen. Claudius,
Goethe, Fichte, Herder, Heine, Klopstock –
um nur ein paar Repräsentanten deutscher Zunge
zu erwähnen – haben auf ihre sehr persönliche
Weise dazu beigetragen, dass gesellschaftliche Strukturen
allmählich verändert wurden. |
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Von den Gedanken einer Aufklärung
begeisterte Männer strömten förmlich in
die Logen der Freimaurer. Hier fand man sich über
alle trennenden gesellschaftlichen Schranken hinweg zusammen,
um als „bloße“ Menschen am sozialen
Gerüst einer „moralischen Internationale“
zu arbeiten. Der Bruder galt innerhalb der Loge nicht
mehr als Untertan, sondern als Mensch unter Menschen.
Er dachte, plante und handelte in der Logenarbeit als
freier Mann. Leicht können wir uns in Kenntnis damals
geltender Rahmenbedingungen vorstellen, welcher Mut, welche
Überzeugung und Risikobereitschaft erforderlich waren,
um solchen Wertvorstellungen nachzueifern. Die Reformen
in der Epoche der Aufklärung, an deren Gestaltung
Freimaurer maßgebend beteiligt waren, werden heute
als logische und in ihrer Zeit überfällige Auseinandersetzung
mit einer reaktionären Tradition verstanden. Sie
ist überwunden; demokratische und liberale Lebensformen
in völliger geistiger Freiheit sind zur Selbstverständlichkeit
geworden. Und doch spüren wir, dass treibende Kräfte
in der Lebenskultur unserer Gegenwart zu Verhältnissen
geführt haben, durch die das gesamte Leben auf dem
blauen Planeten fragwürdig geworden ist. Völlig
andere Schwierigkeiten, in ihrer Sprengkraft aber keineswegs
bedeutungsärmere Probleme, haben die Population des
21. Jahrhunderts erfasst...
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