Geschichte der Freimaurerei in Köln:
Als erster gesicherter Nachweis eines Ursprungs für spätere Logengründungen in Köln ist eine Bauhütte anzusehen, die 1638 unter dem Namen „Loge de St. Jean“ in Köln gestiftet wurde und in einem Haus in der Straßburger Gasse 1073 am Heumarkt arbeitete. Sie erhielt von der Großloge „Casimir zu den neun Sternen zu Prag“ mit Diplom vom 30. November 1704 unter dem Namen „Loge du Secret des III. Rois“ eine Konstitution für Johannis- und höhere Grade. Die feierliche Installation erfolgte am 06. Januar 1705...
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Das Wandgemälde im Kölner Logenhaus:
1967 betrat ich zum ersten Mal ein Logenhaus. Ich war Gast der Johannisloge „Freimut und Wahrheit“ zu Coeln. Anlässlich einer Öffentlichkeitsveranstaltung im Bankettsaal sah ich das Symbolgemälde. Ich erinnere mich, ich war verwirrt. Das also ist die Darstellung der Freimaurerlehre? Das alles, was auf dem Gemälde gezeigt wird, muss ich lernen und eines Tages beherrschen? Wieder eine Art Schule?...
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Chronik der Loge

Die Gründerjahre (1898-1929)

Am 26. April 1898 treffen sich auf Einladung des Bruders Hermann Wineken von der Bonner Loge „Friedrich Wilhelm zum eisernen Kreuz“ im Hotel „Kaiser Wilhelm“ in Köln zehn in der Domstadt lebende Brüder, die zu dieser Zeit Mitglieder in Logen außerhalb Kölns sind (u.a. in Krefeld und Bonn), um eine freimaurerische Vereinigung zum Zweck der Gründung einer eigenen Loge innerhalb der Lehrart der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland zu bilden. In einer zweiten Versammlung am 16. Mai des selben Jahres gelingt die Beschlussfassung erforderlicher Regularien einschließlich der Wahl des Vorstandes. Zuvor wird dem Verein auf Vorschlag von Br. Rudolf Scheerbarth, von „Eos“ Krefeld kommend, der Name „Freimut und Wahrheit“ gegeben, nachdem der weitere Vorschlag „Die Wacht am Rhein“ nicht die Zustimmung der Brüder fi ndet. Der Verein unterstellt sich der Krefelder Loge. Zum Vorsitzenden wählt die Versammlung Bruder R. Scheerbarth, den anwesenden Br. Lohmann von der Johannisloge „Zum Westfälischen Löwen“, Schwelm, bestimmte man zu seinem Stellvertreter.

   
  Obr. Rudolf Scheerbarth, 1904 - 1905  



















Zunächst 17 Brüder treffen sich in der Folgezeit regelmäßig im „Kränzchen“ im Hotel „Kaiser Wilhelm“ , ab dem 20.02.1899 im „Alten Präsidium“. Von April 1902 an kommt der Kreis im „Monopol- Hotel“ zusammen, dessen Direktor Rosmanith als Bruder der Bereitstellung der Räumlichkeiten behilfl ich ist. Am 22.06.1903 besucht der damalige Landesgroßmeister, Bruder von Kuycke, der zur Feier des 50. Stiftungsfestes der JL „Eos“ in Krefeld weilt, die Kölner Vereinigung. Die Gespräche in den kommenden Monaten widmen sich intensiv der Frage einer Logengründung. Eine Kommission erarbeitet Grundzüge, vor allem materielle Voraussetzungen für den späteren Vollzug solcher Pläne. Um so überraschender kommt am 14.03.1904 der Vorschlag von Br. Bube, das zum Verkauf stehende Haus in der Jakordenstraße zu erwerben. Br. Bube schafft es, die zögernde Gruppe von der Richtigkeit des Vorhabens zu überzeugen.























Am 01. Juli 1904 kann die Kölner Bruderschaft das Haus übernehmen und am 23.10.1904 wird das Licht in die junge Loge im Tempel der Immobilie Jakordenstr. 3 feierlich eingebracht. Die Loge hat zu diesem Zeitpunkt unter ihrem Hammerführenden Meister 18 wirkliche und 8 Ständig Besuchende Brüder. Die Bruderschaft bestimmt für ihre neue Loge den Namen „FREIMUT UND WAHRHEIT“ ZU COELN.
„Was wäre mehr geeignet, als stets wahr zu sein und mit FREIMUT die WAHRHEIT zu sagen, nach der „WAHRHEIT“ des Glaubens und der Empfi ndung unablässig zu streben und in diesem Streben den Mut der freien – auf peinlicher und gewissenhafter Prüfung gewonnenen Überzeugung – auch offen an den Tag zu legen“, begründen die Stifter der Loge ihre Namenswahl...
 
 
  Logenhaus Jakordenstraße 3  








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